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Schade! LIONS verpassen Sensation hauchdünn

07.10.2013 - von Johannes Wiesmann


Schade! LIONS verpassen Sensation hauchdünn

Die ARKADIA TRAISKIRCHEN LIONS schrammen bei ihrem ersten Meisterschaftsspiel hauchdünn an einer Sensation vorbei. Gegen den BC Zepter Vienna liegen Fabricio Vay und Co. zwei Minute vor Schluss noch in Front, müssen sich schließlich aber knapp mit 87:84 (44:38) geschlagen geben.

BC Zepter Vienna vs. ARKADIA TRAISKIRCHEN LIONS 87:84 (19:20, 44:38, 66:65)

Die LIONS treten in der Wiener Stadthalle ohne die verletzten Starter Skurdauskas und Güttl, sowie ohne Neuverpflichtung Manny Pasquale an. Es starten Stadelmann, Graf, Dimitrov, Vay und Pöltl. Vienna geht komplett in dieses vorgezogene Spiel der 8. Runde, auch der zuletzt gesperrte Pavlicevic ist wieder mit dabei. Neben dem Montenegriner stehen O’Neal, Balga, Labuckas und Sulovic in der Starting-Five der Gastgeber. Dimitrov erzielt den ersten Korb des Spiels, das zu Beginn von beiden Seiten sehr nervös geführt wird. Nach mehr als zwei Minuten kann Pavlicevic zum 2:2 ausgleichen. Jetzt kommt der Meister etwas in Schwung und führt nach vier Minuten 7:3, ABL-Debütant Pöltl mit einem Dunk und Kapitän Graf gleichen aber bald wieder aus. Anders als von vielen erwartet verläuft das Spiel nicht nur sehr ausgeglichen, die LIONS liegen sogar über weite Strecken des ersten Viertels in Front. Erst kurz vor der ersten Viertelpause geht Vienna durch Ex-Löwe Danek in Führung, Blazevic verwertet aber einen Dreier mit dem Buzzer zur 19:20-Führung für Traiskirchen.
Der zweite Abschnitt beginnt ausgezeichnet für die LIONS. Pöltl und Blazevic stellen innerhalb einer Minute auf 19:26 und zwingen Startrainer Darko Russo zu einem Time-Out, das seine Wirkung nicht verfehlt. Die Wiener zwingen die jungen Löwen nun durch aggressive Defense zu vielen Turnovers und finden in der Offense plötzlich die Löcher in der starken Traiskirchner Zonenverteidigung. Innerhalb von drei Minuten legen Danek und Co. einen 12:0-Run aufs Parkett und stellen auf 31:26. Erst ein And-One von Vay beendet den Lauf von Vienna und weckt die Löwen wieder auf. Sie kämpfen sich auf zwei Punkte heran, bis zur Pause erspielt sich die Wiener Startruppe aber erstmals eine Sechs-Punkte-Führung.
Die zweite Spielhälfte beginnt mit einem absoluten Hightlicht, einem krachenden Dunk von Pöltl, der auch die spärlich gekommenen BC-Fans von den Sitzen reißt. Miletic und Trmal bringen den Favoriten erstmals mit neun Punkten in Führung, doch wieder hat das Team von Head Coach Zoran Kostic die richtige Antwort parat. Punkt für Punkt holt Traiskirchen auf, Blazevic verkürzt per Dreier auf 55:54. Das Spiel ist weiter unglaublich knapp, bei Wien ist es aber immer wieder Trmal, der die Defense der LIONS überwinden kann. Der 24-jährige Forward bringt den Meister, nach einem unsportlichen Foul von Blazevic und den darauffolgenden And-One, wieder mit sechs Punkten in Führung. Doch wieder kommen die LIONS zurück. Fabricio Vay nimmt das Spiel in die Hand und verkürzt bis zur letzten Viertelpause auf 66:65.
Vienna startet besser in die letzten zehn Minuten, führt nach zwei Minuten mit 71:67. Jetzt setzt Traiskirchen aber zu einem Run an und erzielt neun Punkte in Serie zum 71:76. Sechs Minuten vor Schluss liegt die Sensation in der Luft. Leider kassiert der sensationelle Pöltl sein fünftes Foul. Kurz darauf kann Trmal nach einem Time-Out aber im Alleingang ausgleichen. Durch vier Freiwürfe gehen die Wiener dann mit 80:78 in Führung. Es sind etwas mehr als drei Minuten auf der Uhr, die zahlreich mitgereisten Fans der LIONS treiben das Löwenrudel noch einmal an. Dimitrov und Blazevic stellen auf 80:82. Auf der Gegenseite wird Trmal nach einem Foul an die Linie geschickt. Er verwirft den Zweiten, doch Danek holt sich den Offensiv-Rebound und bedient Miletic, der das 83:82 für Wien erzielt. Im Gegenzug vergibt der hart attackierte Pajovic ein Lay-Up, Pavlicevic erhöht auf 85:82. Die nächsten beiden Angriffe bringen nichts ein, die LIONS haben bei acht Sekunden auf der Uhr aber noch einmal den Ball. Vay schnappt sich den Ball, spielt Trmal mit einem tollen Move aus und trifft 1,2 Sekunden vor Spielende den Dreier zum Ausgleich! Das dachte zumindest die ganze Halle.  Leider hatte Vay den rechten kleinen Zehennagel auf der Linie - der Wurf zählte nur zwei Punkte. Nach einem Time-Out foulen die LIONS sofort, Pavlicevic trifft beide Freiwürfe und sichert dem Meister den hauchdünnen Sieg.

Trotz dieser unglücklichen Niederlage muss man Head Coach Zoran Kostic und seinem Team ein riesengroßes Lob aussprechen. Die taktisch perfekt eingestellten Junglöwen zeigten eine Topleistung, der Sieg gegen den Titelfavoriten wollte aber nicht gelingen.

Vay 27, Blazevic 19, Pöltl 18, Dimitrov 11, Graf 6, Duck 3, Stadelmann, Pajovic, Gmeiner; Diesner, Käferle, Sliskovic;

Foto: pictorial/Filippovits